Indirekte Einsparungen durch Arzneimittel-Importe

10. Oktober 2019


Beschreibung

„Indirekte Einsparungen werden als Preisunterschied zwischen durchschnittlichem Originalpreis vor Markteintritt der Parallelimporteure (hypothetischer Preis) und aktuellem Originalpreis berechnet. Des Weiteren wird angenommen, dass sich der Marktpreis ohne Konkurrenzdruck nicht verändert hätte.

Dabei ergeben sich indirekte Einsparungen von 16,7 % des Umsatzes der Originalhersteller für parallel importierte Arzneimittel, die einer negativen Korrelation unterliegen, das heißt für Arzneimittel die einem Markt- und Preisdruck unterliegen.

Um den importrelevanten Markt zu betrachten, werden folgende Berechnungen vorgenommen: Der Gesamtmarkt (Umsatz) verschreibungspflichtiger Arzneimittel wird betrachtet, welcher sich im Jahr 2018 auf mehr als 48 Mrd. € belief. Abgezogen werden davon der Umsatz derer Arzneimittel, die generischem Wettbewerb unterliegen, sowie Arzneimittel ohne Importalternative. Um dem Einfluss bestehender nicht einsehbarer Rabattverträge gerecht zu werden, wird der Umsatz von Produkten, bei denen ein solcher Vertrag besteht, nur zur Hälfte miteinbezogen (Indifferenzprinzip). Einsparungen werden nur im importrelevanten Markt erzielt.“


Zitiert aus

INNO Studie „Sekundäranalyse zu indirekten Einspareffekten und -potenzialen von Arzneimittel-Parallelimporten“, April 2019