Zusätzliches direktes Einsparvolumen durch Import-Arzneimittel

11. Oktober 2019


Beschreibung

Neben dem Einsparvolumen durch exakt äquivalente Importpräparate werden zusätzliche Kostenersparnisse durch solche Import-Präparate berücksichtigt, die nicht vollkommen identisch zu einem der primär für den deutschen Markt bestimmten Original-Präparate sind, sich von diesen jedoch häufig nur unwesentlich, etwa im Hinblick auf die Verpackungsgröße oder die Darreichungsform, unterscheiden. (…)

Die Zahl der abgesetzten Importpräparate ohne direkten Originalbezug hat sich zwischen 2015 und 2017 von rund 3,2 Millionen Packungen auf rund 6,5 Millionen Packungen mehr als verdoppelt. Entsprechend stark hat das zusätzliche direktes Einsparvolumen durch Import-Arzneimittel zugenommen: Im Jahr 2015 betrug das zusätzliche direkte Einsparvolumen gut 26 Millionen Euro, bis zum Jahr 2017 stieg es auf über 61 Millionen Euro an. 2018 geht die Zahl der verkauften Import-Präparate ohne Originalbezug wieder etwas zurück. Entsprechend fällt auch das zusätzliche direkte Einsparvolumen etwas geringer aus als im Vorjahr.

Wenn das zusätzliche direkte Einsparvolumen mitberücksichtigt wird, stieg das durch Import-Arzneimittel realisierte Einsparvolumen in den vergangenen Jahren deutlich an, von 229 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 264 Millionen Euro im Jahr 2017. Im Jahr 2018 beträgt das gesamte direkte Einsparvolumen voraussichtlich 250 Millionen Euro.


Quelle

PROGNOS Studie „Finanzielle Auswirkungen des Imports von Arzneimitteln auf das Gesundheitswesen“, November 2018