Kampf gegen Corona: 85.000 Risiko-Patienten zusätzlich gegen Pneumokokken geimpft

Berlin, im April 2020: 85.000 Risiko-Patienten konnten im März zusätzlich und kurzfristig mit Pneumokokken-Impfstoff aus dem EU-Import geimpft werden. Der Bedarf an diesem Impfstoff hatte sich deutschlandweit von Februar auf März fast vervierfacht, weil diese Impfung insbesondere älteren Menschen oder solchen mit Vorerkrankung zur Vorbeugung gegen eine sekundäre Lungenentzündung empfohlen wurde. Insgesamt wurden im März rund 126.000 Menschen mit in Deutschland schwer erhältlichem und in Phasen nicht mehr lieferbaren Pneumokokken-Impfstoff aus europäischen Überbeständen versorgt.

„Neben der andauernden regulären Versorgung mit importierten Arzneimitteln rufen wir verfügbare Überbestände auch kurzfristig bei rapide gestiegener Nachfrage nach einzelnen Medikamenten ab. Selbst unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie nutzen wir das verlässliche europäische Netz der pharmazeutischen Großhändler, sagt Frau Dr. Friederike Hrubesch-Mohringer, Vorstandsvorsitzende des BAI (Bundesverband der Arzneimittel-Importeure e.V.) und Mitglied der Initiative „Die Arzneimittel-Importeure“. „Vor allem in Krisenzeiten halten wir am Grundsatz des freien europäischen Warenverkehrs fest: Europas Grenzen müssen daher offenbleiben. Das kann Leben retten!“

„Exportverboten und Hamsterkäufen muss die Politik eine klare Absage erteilen“, ergänzt Jörg Geller, Vorstand des VAD (Verband der Arzneimittel-Importeure Deutschlands e.V.), Präsident des europäischen Dachverbands „Affordable Medicines Europe“ und ebenfalls Mitglied der Plattform „Die Arzneimittel-Importeure“. Insbesondere in einer Pandemie muss Europa, Einigkeit zeigen. „Der europäische Parallelhandel sichert nicht nur dauerhaft Preiswettbewerb und erhebliche Einsparungen, sondern ist häufig der einzige Weg, Fehlallokationen der Hersteller zwischen den EU-Ländern kurzfristig auszugleichen, von Dänemark bis Spanien, von Frankreich bis Bulgarien.“

Die Arzneimittel-Importeure verantworten rund zehn Prozent des jährlichen Arzneimittelumsatzes im deutschen GKV und PKV-Markt und sind oft der einzige Wettbewerber zu „big pharma“, vor allem bei patentgeschützten, hochpreisigen Medikamenten und Impfstoffen.


„Die Arzneimittel-Importeure“ ist eine Initiative der deutschen Arzneimittel-Importeurs-Verbände BAI und VAD. Die traditionsreichen Verbände, die alle wichtigen Vertreter der Branche unter ihrem Dach vereinen, haben sich 2019 entschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und künftige Herausforderungen gemeinschaftlich anzugehen. Mit einer Stimme beziehen sie Stellung zu Themen in diesem bedeutenden Segment des Gesundheitsmarkts.
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